Grünes Bitcoin mining in Norwegen

Das Bitcoin (BTC) Mining in Norwegen ist zu 100 % erneuerbar und “floriert” laut einem Bericht von Arcane Research. Als “grüne Oase der erneuerbaren Energie” trägt Norwegen fast 1 % zur globalen Hash-Rate bei und wird fast ausschließlich mit Wasserkraft betrieben.

Unter Verwendung von Daten aus dem Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index und der Kartierung der Mining-Einrichtungen kommt der Bericht zu dem Schluss, dass Norwegen 0,77% zur globalen Bitcoin-Hash-Rate beiträgt. Zum Vergleich: Norwegens Bevölkerung von 5 Millionen trägt ein Zehntel davon bei – oder 0,07% der Weltbevölkerung. Entscheidend ist, dass laut der norwegischen Direktion für Wasserressourcen und Energie (NVE) der norwegische Strommix zu 100% aus erneuerbaren Energien besteht, mit 88% Wasserkraft und 10% Windkraft. Das bedeutet, dass Bitcoin-Miner in Norwegen ausschließlich “grüne” Energie nutzen.

Wer baut die Bitcoins ab?

Mit einem Anteil von fast 1 % an der Bitcoin-Hashrate sind die norwegischen Miner zwar nicht die größten, aber dennoch wichtige Mitwirkende bei der Sicherung des Netzwerks. Auf der folgenden Karte sind die einzelnen Miner aufgeführt.

Standorte Norwegischer Miner von arcane research

Die Branche besteht aus einigen einheimischen und mehreren großen internationalen Unternehmen. Zu den lokalen Akteuren gehören Kryptovault und Arcane Green Data, während Northern Data, Bitdeer, Bitzero und COWA zu den größeren internationalen Unternehmen gehören. Diese Unternehmen machen es vor wie Bitcoin-Mining grün betrieben werden kann. Wenn noch mehr Miner in anderen Ländern diesen Trend fortführen, würde Bitcoin seinen schlechten Ruf endlich wegbekommen.

Nachhaltiges Mining

Bitcoin-Mining ist ein energieintensiver Prozess und gerät deshalb immer wieder unter starkem öffentlichen Druck. Da Miner Ihren Betrieb sowie das Bitcoin-Netzwerk aufrecht erhalten wollen, haben sie ein großes Interesse Ihren Betrieb auf erneuerbare Energien umzustellen.

Norwegen ist Dank der Gebierge und des feuchten Klima wie geschaffen für Wasserkraft. Der Ausbau begann bereits im 19. Jahrhundert und zählt seitdem zu einer der wichtigsten Energiequellen in Norwegen. So kann das Land preiswerte und zuverlässige grüne Energie liefern. In der folgenden Grafik sieht man die Energieverteilung in Prozent.

Norwegen hat ein enormes Potenzial für den Ausbau der Wasserkraft, aber es ist schwieriger geworden, Genehmigungen zu erhalten. NVE schätzt, dass bis 2040 nur 11 TWh Wasserkraft installiert werden, was einer mageren Steigerung von 8 % gegenüber der heutigen Kapazität entspricht. Zudem ist der Ausbau von Wind- und Solarenergie in Planung. So kann jeweils bis zu 7 TWh dazukommen.

Norwegische Miner untersuchen, wie sie ihre Beteiligung am Energiesektor erhöhen können, indem sie entweder Ausgleichsleistungen auf dem Strommarkt erbringen oder die überschüssige Wärme aus ihrem Betrieb wiederverwenden.

Der Bedarf an energieintensiven Industrien wie Bitcoin-Minern, die zum Ausgleich des Stromsystems beitragen, steigt, da der Anteil von Wind- und Solarenergie an der Stromerzeugungskapazität zunimmt. Stromangebot und -nachfrage müssen immer im Gleichgewicht sein, und in der Vergangenheit konnten wir dieses Gleichgewicht durch einfache Anpassung der Produktion auf der Angebotsseite herstellen. Da Wind- und Solarenergie wetterabhängig sind, können wir ihre Produktion nicht einfach an die Nachfrage anpassen. So könnten die Miner die überschüssige Energie nutzen und den nicht genutzten Strom profitabel verwenden.